Problematisierung des Selbst: Der eigene Alltag in audio-visuellen Medien

Im Sommerstemester 2020 organisieren Alexa Fäber und Işıl Karataş das Institutskolloquium „Problematisierungen des Selbst: Der eigene Alltag in audio-visuellen Medien“. Hier beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Positionierungen des „Selbst“, wie sie in und durch audiovisuelle Medien hervorgebracht werden, und fragt nach der gestaltenden Rolle des Alltags darin.

Die Bandbreite der Selbstpositionierungen ist groß: Sie reicht u.a. vom privaten zum unternehmerischen Selbst, vom autobiographischen zum robotischen Selbst, vom geteilten zum exklusiven Selbst. Wir betrachten diese Ausdrucksformen des Selbst als historisch, sozial und kulturell vielfältig und spezifisch, ebenso wie die audiovisuellen Medien, aus und mit denen sie hervorgehen. Außerdem gehen sie mit jeweils spezifischen Vorstellungen von Alltag einher.

Wie entsteht im Alltag die Gestaltung bestimmter „Sinne des Selbst“ und wie werden korrespondieren sie mit den audio-visuellen Potenzialen des Filmemachens, der Bildenden Kunst oder Social Media? Die heiklen  Artikulationen von Subjektivitäten, Identitäten, Andersartigkeit und empirisch verkörperten Alltagserfahrung werden in konzeptuellen und empirischen Perspektiven aus der Europäischen Ethnologie, Visuellen Anthropologie, Kulturwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte vorgestellt und diskutiert.

Unsere Gäste sind: Torsten Näser (Göttingen), Lisa Gotto (Wien), Max Jablonowski (Zürich), Klara Löffler (Wien), Silke Meyer (Innsbruck), Aneta Podkalicka (Melbourne), Fatma Sağır (Freıburg), Susanne Witzgall (München), Biene Pilavci (Berlin), Paolo Favero (Antwerpen), Ingo Zechner (Wien).

Außerdem stellen Ana Rogojanu und Jens Wietschorkeneueste Publikationen aus dem Institut vor, das Studentische Werkstattgespräch bietet die Möglichkeit aktueller Projektvorstellungen und die SPACE Lecture eröffnet die Vortragsserie  des Forschungsprojekts „Spatial Competition and Economic Policies“.

2 Gedanken zu „Problematisierung des Selbst: Der eigene Alltag in audio-visuellen Medien“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.