Alleine Tanzen (2012) – Biene Pilavcı

Donnerstag 28. Mai 2020: Heute diskutieren wir mit der deutsch-türkischen Filmemacherin Biene Pilavcı über ihren Film „Alleine Tanzen“ (2012). 

Nachdem wir uns in den vergangenen Wochen mit dem filmenden und dem gefilmten Selbst beschäftigt haben, geht es heute um ein Beispiel für das autobiographische Selbst im Dokumentarfilm. 

Der Film ist hier öffentlich zu sehen: https://vimeo.com/127440746

Am 27. Mai haben Studierende und Kolleg*innen mit der Filmemacherin Biene Pilavci über ihren Film „Alleine Tanzen“ (2012) gesprochen. Pilavci setzt in diesem Film auf die ambivalente Macht der Kamera, um ihre traumatische Familiengeschichte zu begreifen. Der erfolgreich bei zahlreichen Festivals präsentierte Film ist eine Collage aus home videos, vorgelesenen Tagebucheinträgen, vorsichtigen Wiederbegegnungen, filmisch provozierten Ausnahmesituationen, Selbstzweifeln und Zweifeln an der Wirkmacht des Wagnisses. 

Das autobiographische Selbst entsteht hier nicht allein aus der filmischen Rekonstruktion familiärer Ereignisse und Beziehungen, sondern auch durch die unmittelbare und zukünftige Wirkung auf das Gefüge Familie. 

Kann der starke Eindruck, den der Film hinterlässt, auch die Reproduktion von Stereotypen verhindern? Was bedeutet das in den Kulturwissenschaften umstrittene Konzept der Authentizität für die Filmemacherin? Biene Pilavci hat uns ihre riskanten gestalterischen Entscheidungen erklärt, mit denen sie das Gewaltpotenzial von Familie thematisiert und sich bzw. uns mit diesem realen Problem konnfrontiert.

Die Diskussion ist hier zu sehen:

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